Beelogger Version 1.0 ist fertig und „Online“

Es ist soweit, Anfang März habe ich alles zusammengebaut und die Anschlüsse auf ein Breakout-Board gelötet und den RPi mit Deltasigma Board und Breakout-Board in das Spritzwassergeschützte Gehäuse eingebaut.

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Im Bild oben sind die 3 Tempartursensor-Anschlüsse zu sehen. Links und rechts die Anschlüsse für die 4 Wägezellen, und unten die Stromzufuhr über das Micro-USB Netzteil.

 

Steckerkupplung

Die Sensor Anschlüsse habe ich über eine wasserdichte Steckverbindung (4-poliger Stecker) aus dem Bootbau realisiert, dadurch ist es leicht die Sensoren von dem Beelogger zu trennen (Details siehe Blog Materialliste).

Und so sieht der Beelogger aus von der Ferne, mit den 7 Anschlüsse für Sensoren und dem Netzteilanschluss.

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Das ganze eingebaut auf einen Unterrahmen und verbunden mit dem Beutenunterboden.

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Jetzt ist es soweit, das System kann in „Produktion“ gehen.

Ach ja, die Software, die ist getestet und ihr könnt euch den Code auf Github ansehen, bsw runterladen:

https://github.com/beelogger

Das Skript  beelogger-v-1-1.py ist im crontab des Raspberry eingetragen, und startet damit automatisch nach jeden Reboot oder Stecker einstecken.

Die Zeile aus dem Crontab (/etc/crontab):

@reboot root /usr/bin/python /home/pi/beelogger/beelogger-v-1-1.py &

Wichtig, mit dem „&“ am Ende der Zeile startet das Program/Skript im Hintergrund und ist somit unabhängig von irgendwelchen Terminalanbindungen etc. Ob es geklappt hat mit Cron könnt ihr überprüfen, indem ihr den Prozess mit dem Linux Kommando „ps“ sucht, zu Beispiel so:

pi@beelogger $ ps aux | grep -i python

Was macht das Skript jetzt? Einfach alle 10 Minuten die 7 Sensoren abfragen und die Werte in ein CVS Datei schreibt. CVS steht für „Comma-separated values“, kennt ihr bestimmt von Excel. Eine solche Datei lässt sich leicht ein Tabellenkalkulationsprogramm einlesen, oder eben in eine Datenbank, wie MySQL, und dann muss man die Daten nur noch grafisch aufarbeiten und ausgeben, fertig.

Das Programm schreibt jeden Tag eine neue CVS Datei, die über das Datum im Dateinamen unterschiedenwird. Alle Zeitangaben sind in UTC. Beispiel: beelogger_2015-03-14.csv

Zu anschauen der CSV Datei nutzt man den  Linux Befehl:

pi@beelogger $ cat /home/pi/beelogger/data/Beelogger_2015-03-14.csv

Datum,Uhrzeit,Temp1,Temp2,Temp3,Gewicht1,Gewichtsabw1,Gewicht2,Gewichtsabw2,Gewicht3,Gewichtsabw3,Gewicht4,Gewichtsabw4,Gesamtgewicht,Gewichtabw

2015-03-14, 21:38:04, 21.562, 22.062, 0, 3.364, 0.003, 4.13, 0.003, 7.12, 0.0, 3.344, 0.003, 17.958, 0.009

2015-03 14, 21:48:00, 21.687, 22.062, 0,3.373,0.0, 4.149, 0.003, 7.134, 0.005, 3.356, 0.004, 18.012, 0.012
………………

Das Programm erzeugt auch eigene Syslog-Datei, d.h. eine Ereignissprotokolldatei, die protokolliert, welche Schritte das Skript durchführt:

pi@beelogger  $ cat /home/pi/beelogger/syslog/beelogger.log
2015-03-14 21:38:02,382 Beelogger Program startet
2015-03-14 21:38:04,087 Temperature Sensor 10-000802bd07be started
2015-03-14 21:38:04,096 Temperature Sensor 10-000802dc101e started
2015-03-14 21:38:04,102 Create new datafile Beelogger_2015-03-14.csv

Jetzt gehts zum Bienenstand, und der Unterboden mit dem Beelogger wird unter eine Bienenbeute gestellt, das sieht dann so aus:

Bienenbeute mit Beelogger-Unterbau

Die ersten Messungen 15.-16.3.2015, Beutengewicht 38kg, Aussentemperatur 15-3 Grad, Brutnesttemperatur 34-35 Grad, das Volk brütet 🙂

Bildschirmfoto 2015-03-16 um 21.08.56

31 Gedanken zu „Beelogger Version 1.0 ist fertig und „Online““

  1. Hallo Markus,

    Dein Beelogger / „Rasperry Bee“ ist ja wirklich cool. Ich finde es echt beeindruckend, dass die Bienen es schaffen trotz 13 Grad Temperaturunterschied im Brutnest konstant 34 Grad zu halten.

    Auf Basis der Daten kannst du ja mit einem Monitoring-System (z.B. nagios, Xymon) noch kritische Parameter (z.B. Temperatur im Brutnest) überwachen und dann per SMS/E-Mail Alarame generieren, wenn Grenzwerte über- oder unterschritten werden.

    Insgesamt ein super Projekt und sehr gut umgesetzt. Respekt!

    Grüße aus der Nachbarschaft,
    Tobias

  2. Hallo Markus,

    wirklich ein tolles Projekt von Dir. Mir schwebt ähnliches vor, daher habe ich ein paar konkrete Fragen.

    1. Die Ideen mit den vier Wägezellen finde ich sehr clever. Könntest Du mir verraten welche Widerstände und welchen A/D-Wandler Du da im Einsatz hast? Ein Schaltplan wäre natürlich purer Luxus.

    2. Die Steckverbindung aus dem Bootsbau ist ebenfalls eine gute Idee. Ist bei der Belegung der 4-poligen Stecker mit den 3-poligen Temperatursensoren etwas zu beachten?

    Schon einmal lieben Dank für deine Hilfe,
    Jens

    1. Hallo Jens,

      danke für die Blumen.

      Zu 1. Die 4 Wägezellen sind direkt an einem ADC Board mit Vorverstärker angeschlossen, ich benutze das DeltaSigma Board von ABElectronics, siehe Link auf dem Blogbeitrag Beelogger Materialliste. Das ADC Board hat bereits alle Widerstände/Kondensatoren an Board um den ADC zu betreiben. Schaltplan brauchst du nicht, einfach ADC Board auf RPi stecken und die 4 Wägezellen an die ADC Kanäle anschliessen/löten.

      Zu 2. Bei der Belegung des 4-poligen Steckers hast du die freie Auswahl, ich habe mich an den Farben der Leitungen orientiert (Schwarz = GND, Rot = Vd = 3.3V, Grün = Signal).

      Viele Grüsse und viel Erfolg,

      Markus

  3. Hallo Markus,

    ich bin schon lange auf der Suche nach einem Projekt, welches Raspberry Pi und die Imkerei verbindet. Jeder macht das irgendwie anders, meist aber klappt gerade das Wiegen nicht. Deinen Aufbau finde ich sehr interessant, die ganze Sache in einem spritzwassergschützten Gehäuse unterzubringen ist total clever. Ich hatte mir eine andere Wägezelle rausgesucht, vllt. wäre die für Dich in der Zukunft auch etwas? http://www.bosche.eu/produkte/waegezellen/plattform-waegezellen-h30a . Könntest Du mir vllt. weiterhelfen und sagen, ob ich anhand Deines Projektes mit meiner Wägezelle auch einen kleinen Erfolg feiern könnte? Ich kenne mich nämlich mit dem Programmieren nicht wirklich aus. Wäre toll, wenn Du Zeit hast zurückzuschreiben. Grüße, Nicolai

    1. Hallo Nicolai,

      die Wäggezelle von Bosche sollte auch gehen, mich hat bisher der Preis abgeschreckt, aber die Daten im Datenblatt sind gut. Ich habe ja die S-Typ Wäägezellen probiert, da konnte ich mit 4 Zellen in den Ecken eine einfache Konstruktion hinbekommen. Mit den Stabwäägezellen habe ich noch nicht viel probiert, man könnte ähnlich wie bei mir 4 Zellen benutzen, oder auch nur eine Zelle mit einem aufgesetzten Rahmen, müsste wahrscheinlich Metall sein, wegen Stabilität. Bei 4 Zellen genügt eigentlich die H10A von Bosche, oder? Für den RPi braucht du schon einige Linux/Python Kenntnisse, sonst bleibst du schnell hängen. Wenn ich Remote helfen kann, gerne, viele Grüsse, Markus

  4. Hallo Markus,

    sehr gute Idee das ganze mal zu kombinieren und eine Stockwaage mit Fühler zu versehen. Was mich interessiert ist wie kannst du genau das Brutnest messen, denn du müßtest einen Fühler direkt reinhängen?
    Ich arbeite mit Minibienenhäusern und von unten geht bei mir leider nicht da dort die Schublade mit dem Totenholz für die Bienen ist und diese brauchen sie, da dort wichtige Materialien liegen die sie fressen. Aber es gibt immer eine Lösung.
    Hier schau dir unter dem Link einfach mal die Bilder an und FLKS bedeutet Freiluftkunstschwarm. Meine Bienen kommen nicht in Kellerhaft sondern dürfen imm kontrolliert Schwärmen und gleich in die neue Beute bzw. Bienenkugel.

    Grüße Robert und weiter so 🙂

    https://www.dropbox.com/sh/tsy3l9vdlbwthdc/AABu6KDYME8-k95SnxIRuCNLa?dl=0

    1. Hallo Robert, tolle Bilder mit deinen FLKS. Ja, der Temperaturfühler hängt direkt im Brutnest, ist ja nur ein Kabel mit 4-5 mm Durchmesser. Ich stecke den Fühler einfach zwischen zwei Brutraumrähmchen (Dadant) und die Bienen verbinden den Fühler mit Wachs an das Brutnest. Am Rand messe ich etwa 32 Grad, im Zentrum 34-35 Grad, ziemlich konstant. Den Übergang in die brutfreie Zeit im Winter sollte so gut sichtbar sein, bin selbst gespannt. So ein Kabelmessfühler lässt sich überall anbringen, bei einer geschlossenen Beute einfach Loch bohren, Fühler rein, die Bienen machen es dicht. Viele Grüsse, Markus

  5. Hallo,

    bin gerade dabei deinen Beelogger nach deiner Anleitung nachzubauen, den RPi habe ich sowieso bereits daheim.

    W-Lan habe ich glücklicherweise auch bei meinen Bienen und die Stromversorgung wird ein 10 Watt Solar Panel übernehmen mit einem Stützakku für die Nacht.
    Ansonsten könnte man auch eine Mofa Auto Batterie verwenden (9V), müsste dann halt einen DC-DC Converter zwischen schalten.

    Wollte fragen ob du bereits an einem „BeeServer“ gearbeitet hast, damit ich mir nicht unnötig Arbeit mache. Hätte die .csv Dateien einfach per cronjob auf einen FTP Server geladen. Für die Visualisierung muss man sie gar nicht in eine MySql Datenbank importieren, es gibt fertige JavaScript – Graph Bibliotheken, die das Diagramm super aus der .csv Datei darstellen können.

    Gruß Javan

    1. Hallo Javan,

      ja, am Servierbereich habe ich angefangen, aber bin nicht fertig geworden im Frühjahr, werde erst im Herbst weitermachen, wenn die Bienensaison etwas ruhiger wird. Bisher kopiere ich über einen Cronjob die täglich erstellte CSV Datei auf meinen Server und importiere per Cron die CSV in eine MySQL Datei. Der Plan ist, per interaktiver Webpage die Daten aus der MySQL Datenbank in einer Grafik darzustellen, die eine Auswahl des Zeitraumes und der Parameter zulässt. Dazu habe ich Google Charts benutzt. Leider noch nicht fertig.

      An welche JavaScript-Graph Bibliothek hast du gedacht? Ein statischen Graph aus der CSV Datei habe ich schon hingekommen, schau mal auf den Blogeintrag „Behelligen Messungen März“.

      Keep me posted wenn du weitergekommen bist,

      viele Grüsse,

      Markus

  6. Hallo Markus,

    ich war auf der Suche für einem Grund, mir einen weiteren Raspberry zuzulegen und bin über Deine tolle Seite gestolpert.
    Mein Gedanke war sofort: „Das will ich auch!“
    Ich hab mir alle Teile bestellt mit Ausnahme der Wägezellen; die sind echt unverschämt teuer geworden. Ich werde es daher wohl mit der H30A von Bosche versuchen.
    Sobald mein Bau erste Formen annimmt, melde ich mich. Bis zur neuen Saison ist ja noch etwas Zeit.
    Bist Du mit dem Web-Server-Projekt weiter gekommen? Falls nicht, kenne ich da jemanden, der jemanden kennt … Der könnte sicher helfen.

    Viele Grüße
    Björn

    1. Hallo Björn,

      ja, das ist mir auch schon aufgefallen, die Preisverdreifachung für die Wägezelle aus China :-(. Ich will mich im Winter hinsetzen und eine zweite Version des Beelogger entwickeln mit Mikro zum reinhorchen, Infrarotkamera zum reinschauen und Lichtschranke am Einflugloch, um die Aktivität zu messen. Mal sehen was ich hinbekomme. Alternativ habe ich statt der S-Type Wegezölle einfach Wegezellen aus einer Personenwaage bestellt, bsw YZC-918 mit 50kg, kosten nur 8 Euro für 4 Stück. Das sind allerdings nur Halbbrückensensoren, man bekommt nur ein Gewicht in Summe für die 4 Zellen und die Genauigkeit ist nur halb so gut. Ich berichte, wenn ich es hinbekommen habe. Die H30A von Bosch hatte ich auch schon gefunden, aber nicht ausprobiert.

      Die grafische Darstellung der Daten habe ich noch nicht hinbekommen, keine Zeit bisher. Die Daten liegen in einer MySQL Datenbank, und ich kann über einfache Datenbankabfragen alles sehen, daher eilt es nicht. Danke für dein Angebot zur Unterstützung…

      viele Grüsse,

      Markus

      1. Hallo Markus,

        bei mir sind vor Weihnachten die Temperatursensoren eingetroffen und so habe ich erst einmal damit angefangen zu experimentieren. Wägezelle kommt später.

        Als Datenbank nehme ich rrdtools. Funktioniert recht einfach und hat eine gute Graph-Funktion. Die Ausgabe erfolgt als .png und wird bei mir per ftp auf den webspace übertragen. Dort eine einfache hmtl-Seite, die sich regelmäßig aktualisiert und die aktuellen .png-Graphen anzeigt.
        Hier das Ergebnis mit zwei Sensoren: http://www.brummfix.de/b.html

        Bis jetzt sind die Sensoren noch indoor und zeigen die Raumtemperatur. Sobald der WLAN-Stick da ist, gehts raus an die Völker…

        Ich imkere mit der Rose Hive Methode, also ohne Absperrgitter. Mein Ziel ist mit einem Temperatursensor in der jeweils neuen Zarge festzustellen, wann diese durchgebrütet ist und erweitert werden muss. So zumindest die Theorie.

        Gruß
        Björn

  7. Hallo zusammen,

    hat jemand erfahrungen mit der Bosch H30a Wägezelle sammeln können ? Bei mir schwanken die Messergebnisse extrem, totz stabilisierter Spannungsquelle, die interne Spannungsquelle ist zu schwach dafür.

    Grüße aus dem Allgäu
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian,

      ich habe die Bosch H30A nicht ausprobiert, aber technisch sind alle Wegezöllen ziemlich gleich. Was heisst den Schwankungen? a) Du legst ein Gewicht drauf und die Waage zeigt ständig wechselnde Werte? b) Oder schwankt der Gewichtswert von Messung zu Messung? (Gewicht runternehmen und wieder drauf setzen)? Hast du das Wägezellensignal mal direkt gemessen mit einem empfindlichen Voltmeter oder Oszi?

      Die Bosche H30A hat eine Genauigkeitsklasse von 7500 angegeben, also solltest du 30kg/7500 = 4g genau messen können, ähnlich wie meine Wegezöllen, +-10 g Genauigkeit ist möglich.

      Grüsse,

      Markus

    1. Hallo Niko, solche Sägesensoren aus einer Personenwaage habe ich auch mal bestellt und ausprobiert. Klappt prinzipiell, habe ich aber nicht dokumentiert bisher, Genauigkeit ist nicht so gut. Vorsicht, du musst die 4 Sensoren in einer Halbbrückenschaltung anschliessen. Ich habe auch gleich den ADC https://learn.sparkfun.com/tutorials/load-cell-amplifier-hx711-breakout-hookup-guide auf der Personenwaage ausprobiert, geht auch, Anleitung siehe Link. Viel Erfolg, Grüsse, Markus

  8. An attentiongrabbing dialogue is worth comment. I believe that you must write extra on this subject, it won’t be a taboo topic but typically persons are not enough to speak on such topics. To the next. Cheers akbededkaeck

  9. Hallo
    das sieht toll aus und könnte was für ein Winterprojekt sein!
    Zwei Punkte/Fragen hätte ich,
    a) ist es auch möglich die Daten via ein GSM Modul zu senden?
    b) wie gross müssten Solarzellen und Akku sein um diese Einheit zu betreiben?
    gruss
    vinc

    1. Hallo Vinc,

      klar, klappt auch ein GSM Modul, aber da habe ich keine Erfahrung. Solarzellen und Akku habe ich auch noch nicht im Einsatz, ist aber machbar. Grüsse, Markus

    1. Hallo Vinc, klar, auch mit Munin könnte man die Daten auslesen und visuell aufbereiten. Ich habe einen sehr einfachen Weg über cvs und Tableau gewählt, geht aber auch anders, Grüsse, Markus

  10. I relish, cause I discovered just what I used to be taking a look for. You’ve ended my 4 day lengthy hunt! God Bless you man. Have a great day. Bye bbddffdegddg

  11. Hallo Markus, sehr cooles Projekt, hätte nicht gedacht, dass es für den Raspi ein Wägezellen-shield gibt! Ich habe mehrere Waagen-Prototypen mit der Bosche H30 gebaut, Fotos unter open-hive.org aber um das wirklich gut zu machen ist bei single point eigentlich ein Doppel-H nötig, das man eben schweißen muss. Daher schaue ich immer mal wieder nach alternaiven Ansätzen, sprich 4 Zellen (an jeder Ecke eine) oder vorne und hinten – wie bei der Wolff-Waage.

    Selbst arbeite ich bei der Waage mit einem Arduino-Clon, dem ADS1231 als Wägezellen-IC und Funk (RFM69) oder GSM zur Datenübertragung.

    Wir überlegen aber auch Audio aufzuzeichnen und dann braucht es eh Strom und (W)LAN am Stand und dafür ist es super zu wissen, dass es auch so wie bei dir gut funktioniert.

    Falls du noch ein Backend für die Daten brauchst, das live die grafische Darstellung macht, dann schau‘ mal auf https://hiveeyes.org/ könnte dann so ausschauen: https://swarm.hiveeyes.org/grafana/dashboard/db/playground-with-real-data

    Wir haben auch eine nette Mailingliste, falls wir dich da draufschreiben dürfen gerne eine PM an mich!

    1. Hallo Clemens,

      sieht ja richtig professionell aus dein Ansatz. Ich habe die S-Type Wägezellen wegen dem einfachen Einbau gewählt, und hab so den Metallrahmen umgangen. Zudem kann man mit 4 Zellen auch die Gewichtsverlagerung in der Beute messen, die Daten müsste ich mal veröffentlichen, war ganz interessant zu sehen wie sich das über das Jahr der Schwerpunkt verändert. Leider ist die billige Quelle über Ebay aus China versiegt, und die Wegezöllen sind jetzt richtig teuer geworden. Mein Ziel war es, die Materialkosten auf 100 Euro zu begrenzen.

      Alternative ist die Wägezellen aus einer Personenwaage zu nutzen (Halbbrückenschaltung) und dann den HX711 zu nutzen. Ich habe das mal aufgebaut, hat auch funktioniert, war aber nicht so genau, aber billig.

      Ich habe auch an einen Schwarm Detektor mit IR Lichtschranke gedacht. Hast du das zum laufen bekommen? Ich wollte einfach eine Lichtschranke am Beutehausgang aufbauen, und dann das Signal eichen über das Gewicht (bsw im Sommer verlassen 10.000 Bienen mittags für einen Stunde den Stock zum sammeln = 1kg und während dieser Zeit war die Lichtschranke zu 50% zu). Dann kann man über die gemittelten Zeit bei geschlossener Lichtschranke eine Bienenfluganzahl bestimmen. Ich bin nicht so ganz schlau geworden, über dein Lichschrankenarray.

      Hast du aus dem Feuchtigkeitssensor eine sinnvolle Erkenntnis gewonnen?

      Den Temperatursensor habe ich direkt in das Brutnest gesteckt, dadurch kann man jederzeit sehen, ob der Stock brütet, wann der Stock aus der Brut geht im Winter und wann das Brutnest wieder aufgeheizt wird. Da habe ich einiges gelernt, schau die mal die Tableau Auswertung an.

      Ich schreibe die Daten einmal pro Tag in eine CSV Datei und lade die jeden Morgen in eine MySQL Datenbank. Von dort kann man Bilder erzeugen. Aber mit MQTT/Mosquitto Broker ist auch ne super Idee. Realtime, cool.

      Du kannst mich gerne auf deine Mailingliste setzen (markus@hies.de).

      Grüsse,

  12. Hi Markus, ja, professionell schaut es vielleicht aus, und bis letztes Jahr habe ich auch gedacht, dass eine Waage auf einer Seite der Beute wie unter https://www.facebook.com/cgruber.de/media_set?set=a.10207277434753864.1073741832.1224510416&type=1&l=a2520d4b06 deren Gewicht man einfach x2 nimmt schon grob passt. Ich habe das im spätherbst letztes Jahr öfter mal nachgemessen, vorne und hinten gewogen und die Differenz war akzeptabel. Dieses Jahr hatte ich noch massieve Spättracht, der Wald kam in Berlin – das erste mal sei mindestens 4 Jahren an diesem Standplatz – und da waren die Gewichte sehr unterschiedlich, das ist ok um Trachtenden zu erkennen, aber es reicht nicht um das absolute Gewicht abzuschätzen. Daher wäre eine günsitge aber genaue Variante schon klasse! Ich habe schon mal Modelle gesehen, diemit normalen kleinen load cells arbeiten und an einer Seite einen Fuß eingeschraubt haben. Man braucht aber oben auch wieder Abstandsplatten. S-cells sind da schon eine clevere Lösung, nur sie tragen halt etwas auf.

    Wie gesagt habe ich auch ein paar händische Daten von Gewichten vorne/hinten. Falls du was veröffentlichen möchtest würde ich meine Sachen auch mal als Ergänzung von einem anderen Standort zusammentragen.

    Ich habe ja die Bosche H30 verwendet und auch die haben den Preis massiv erhöht. Es gibt ja wohl nur 3 große Wägezellenhersteller weltweit, da können die schon mal gut anziehen, wenn die anderen dann mitmachen. Auch auf ebay und aliexpress sind die Preise massiv hochgegangen.

    Die Hardware aus Personenwaagen ist eigentlich unbrauchbar, ich habe schon ein paar Versuche von Imkern gehört die das Problem mit Setzung usw. nicht hinbekommen haben. Die Änderungen sind da leider nicht linear „rausrechenbar“.

    Den beecounter habe ich mehr oder weniger wie hier nachgebaut: http://www.instructables.com/id/Honey-Bee-Counter/ Ich habe allerdings 20 „gates“ mit je zwei Lichtschranken pro gate um Aus- von Einflügen unterscheiden zu können. Leider habe ich es nur trocken getestet. Die Waage hatte dann vorrang.

    Wir adden dich auf der Mailingliste gerne und freuen uns auf input, ich hoffe von uns ist dann auch das ein oder andere neue für dich dabei!

  13. moin,
    ich habe eine bienenkisten-schulprojekt am start und wir wollen das innenleben der kiste mit einem raspberry und einer wärmebildkamera sichtbar machen. das wollen wir gerne ins netz stellen. strom hat es keinen, das würden wir gerne mit einem solarpanel lösen. auch netzwerk düfte schwer vorhanden sein, da gibt es sicher auch eine lösung. jemand lust zu hlfen?

  14. Hallo

    Ich bin dran den Beelogger V1 mal nachzubauen.
    Da mein Elektronik Studium schon ein paar Jahrzehnte her ist, wollte ich mal fragen, ob jemand ein Schema hat, der wie Verbindungen Wärezelle/ Temparatursensor via ADC Wandler an dem Raspberry hat.
    Würde mir etwas Sicherheit geben. Und evtl. auch noch ein Foto.

    1. Hallo Marcel,
      die Anschaffung ist ganz einfach: aus der Wägezelle kommen 4 Drähte, meist mit folgendem Farbcode (bitte Datenblatt beachten):
      Rot: 5V, Schwarz: GND, Weiss/Grün: +/- ADC Eingang, je nach dem wie du die Wägezelle anschaltest. Jede Wägezelle bekommt einen ADC Eingang.

      Der Temperatursensor wird über eine 1-Wire Schaltung angeschaltet, am einfachsten ein 1Wire Breakoutboard benutzen, siehe bsw hier: https://www.abelectronics.co.uk/p/60/1-Wire-Pi-Plus
      Die Pins für 1 Wire sind: GND, OW, RT

      Grüsse,

      Markus

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